23.11.17, 23:15-00:12 SWR 2
Disziplin, die aus dem Fußball kommt

Der Schweizer Pianist Florian Favre

florian favre

Nein, mit dem berühmten Pierre Favre ist er nicht verwandt. Aber im Lande der guten Jazz-Schlagzeuger hat er einen der aktuell besten (Arthur Hnatek) hinter sich: Florian Favre, 31, aus Fribourg, ist der jüngste Neuzugang in die Spitzengruppe der Schweizer Jazzpianisten.

Bis zum 24. Lebensjahr liefen bei ihm Fußball und Jazzpiano parallel; dann gab er dem größeren seiner Talente Vorrang, u.a. in Form eines Masterstudiums an der Hochschule der Künste Bern bei Django Bates und Dieter Amman (Klassik).
Von allen Django Bates-Schülern freilich klingt Florian Favre am allerwenigsten nach seinem Lehrer. Wer Verwandtschaften sucht, findet sie am ehesten noch bei Jacky Terrasson; ja Florian Favre ist ein Groove-Meister, sein Trio spielt mit großem Druck.
„Mir hat Fußball eine Disziplin gebracht, eine Lust, seine Grenzen auszutesten. Wenn ich manchmal Ideen habe, von denen ich weiß, die sind mega-schwierig zu spielen, übe ich trotzdem - und kann kommt´s irgendwie. Das kommt vom Fußball.“