Lindentalk (16)
Wozu das Ganze?
Audio und Video demnächst an dieser Stelle
Die Philosophie hat sich angewöhnt, vom „Sinn im Leben“ zu sprechen.
So zum Beispiel Markus Rüther in einem früheren Lindentalk.
Michael Zichy bevorzugt, weiterhin vom „Sinn des Lebens“ zu sprechen.
Er hält das Heranziehen der großen Vorbilder für ein sinnvolles Leben (gerne genannt Einstein, Mutter Teresa oder auch Picasso) für „zu enggeführt“.
In seinem sehr zugänglichen Buch setzt er sich anschaulich mit den großen Traditionslinien in dieser Frage auseinander.
Und entwickelt einen originellen neuen Ansatz, der der existenziellen Tiefe der Sinnfrage gerecht wird und ihre politische Tragweite deutlich macht.
Denn diese Frage ist für ihn kein rein individuelles Problem.
Seine These:
„Im Kern (…) lebt ein sinnvolles Leben, wer aus den richtigen Gründen für andere – und um seiner selbst willen – wichtig ist.“
Welche sind nun „richtige“ Gründe?
Darüber werden wir reden.
Menschenbilder bilden den Menschen nicht einfach nur ab, sie bilden ihn vielmehr mit:
Menschenbilder sind konstitutiv für die Art und Weise, wie wir Menschen sind.
Die eklatanten Folgen gilt es zu bedenken.
„… es hängt auch vom zugrunde liegenden Menschenbild ab, ob eine Gesellschaft gute oder schlechte soziale und politische Ordnungen entwickeln und erhalten kann, und ob die Möglichkeiten eines geglückten Lebens vielen in Fülle oder nur wenigen und eingeschränkt zur Verfügung stehen.“.
Michael Zichy (*1975) ist Professor für Philosophische Grundfragen der Theologie und Sozialphilosophie an der Universität Bonn.
Wir diskutieren seine jüngsten deutschsprachigen Bücher.
Mittwoch, 14. Oktober 2026
Buchhandlung Kaiser
Dürener Str. 202
50931 Köln-Lindenthal







